Berlin
La Paz
Drucken

Abschied von Hermana Iza/ Shoppen mit den Patenkindern (Teil 1)

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Hi ihr Lieben,

mittlerweile geht die Woche schon wieder dem Ende zu und ich komme endlich wieder dazu, einen Bericht für euch zu verfassen. Im Laufe der Woche gab es zwei besondere "Ereignisse", von denen ich euch heute berichten möchte: den Abschied von Hermana Iza und eine Shoppingtour mit den Patenkindern, denen ich Geld von ihren Paten mitbringen konnte.

Zunächst zum Abschied von Hermana Iza:

Am Donnerstag reiste Hermana Iza aus dem Hogar ab, zurück in ihr Heimatland Polen. Sie hatte mir vor einiger Zeit anvertraut, dass sie sich nicht so wohl hier fühlt, dass sie für immer hier in Bolivien bleiben könnte, und darüber nachdenkt, zurück nach Polen zu gehen, da sie ihre Familie und ihre Freunde sehr vermisst. Zusätzlich war auch noch ihr Vater in Polen vor nur wenigen Monaten gestorben, zu dessen Beerdigung sie leider nicht anreisen konnte. Nachdem sie schließlich ihre Gedanken ordnen konnte und ihren Mut zusammen nahm, um mit der "vorsitzenden" Schwester über ihre Gedanken und Gefühle diesbezüglich zu sprechen, sollte alles sehr schnell gehen. Anstatt wie erwartet in ca. 2 Monaten (so hatte sie es mir gesagt), reiste sie schliesslich schon 3 Tage nach dem Gespräch mit der vorsitzenden Schwester ab. Dies lag wohl hauptsächlich daran, dass die Flugpreise später zu teuer gewesen wären.

Drucken

Mein erster freier Tag

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

¡Hola meine Lieben!

Wie versprochen kommt hier nun mein Bericht über meinen ersten freien Tag, und da sowohl der PC als auch das Internet heute erstaunlich schnell sind, werde ich direkt die Chance nutzen und noch ein paar weitere Dinge berichten :-).

Diesen Samstag war also mein erster freier Tag. Um 10 Uhr traf ich mich mit einem anderen Freiwilligen aus Cochabamba, Lennard, und seiner bolivianischen Freundin am Plaza Colon im Zentrum. Den Kontakt zu Lennard hatte ich über eine Freundin in Deutschland (danke Annika! ;-) ) über mehrere Ecken bekommen. Natürlich wusste ich nicht, wo dieser Platz ist, aber Hermana Mici hatte mir mehr als ausführlich erklärt, wie ich mit dem Bus dort hinkomme bzw. mir sogar angeboten, mich hinzufahren. Dieses Angebot wollte ich aber nicht annehmen, da mir der Weg nicht allzu kompliziert erschien und ich sie nicht allzu sehr in Anspruch nehmen wollte. Als ich mich dann auf den Weg machte, kam sie auf einmal zur Pforte und erklärte mir, dass sie eh noch Einkäufe im Zentrum erledigen wolle und mich daher begleiten würde. Ich frage mich, ob das wirklich stimmte, oder ob sie extra einen Einkaufsladen in der Nähe des Plaza Colons ausgewählt hatte, damit ich nicht verloren gehe :-D :-P. So oder so freute ich mich über ihre Begleitung... wirklich eine gute Seele, die Hermana Mici!!

Drucken

Über meinen anfänglichen Kulturschock und Sonstiges :-)

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

¡Hola ihr Lieben!

Endlich komme ich mal wieder dazu, mich zu melden. Mir geht es weiterhin sehr gut und ich kann mittlerweile sogar wieder ein paar Früchte und etwas Gemüse (roh) essen. Ich habe mich langsam herangetastet, weil es mir so gefehlt hat und ich das Gefühl hatte, dass mir total die Vitamine fehlen. Es ist mir bisher Gott sei Dank alles gut bekommen :-).

Ansonsten kann ich mittlerweile sagen, dass ich meinen anfänglichen Kulturschock gut überstanden habe. Als ich hierher kam, wusste ich eigentlich gar nicht, was ein Kulturschock genau sein soll. Ich hatte zwar schon öfter davon gehört, konnte mir aber nichts wirklich darunter vorstellen. Selbst als ich mit 16 Jahren ein halbes Jahr als Austauschschülerin in den USA war und mit 18 ein halbes Jahr als Au-Pair in Madrid, hatte ich so etwas wie einen Kulturschock noch nie erlebt. Diesmal allerdings sollte ich nicht davon verschont bleiben ;-). Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich mittlerweile um einiges älter und dadurch vielleicht auch etwas weniger unbekümmert geworden bin oder doch eher daran, dass sich Bolivien (zumindest, was das anbelangt, was ich bisher kennenlernen durfte) doch sehr von der westlichen Welt unterscheidet. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie man sich einen solchen Kulturschock vorstellen kann (zumindest diejenigen, die noch nie einen erlebt haben ;-)).  Ich werde mal ein bisschen beschreiben:

Drucken

El Día de la Virgen de Lujan

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Hallo ihr Lieben Zuhause :-)

Hier kommt nun mein zweiter Bericht. Nachdem der PC nach über 10 Minuten auch endlich "warmgelaufen" ist, kann ich jetzt endlich anfangen, zu schreiben. Die Mädels suchen gerade ihre Schulsachen (Schuluniformen, Hefte, Bücher, etc.) zusammen, weil Hermana Lucia und einige der größeren Mädchen diese, bevor die Schule morgen wieder losgeht, von allen kontrollieren möchten. Da kann ich schnell die Gelegenheit nutzen, um ein paar Sätze mit den Neuigkeiten für euch aufzuschreiben :-)

Nachdem im Laufe der Woche nach und nach der Alltag für mich hier einkehrte, kam das Wochenende mit willkommener Abwechslung. Da hier unter der Woche fast alle Tage gleich sind (die Mädchen brauchen schliesslich einen geregelten Tagesablauf) und ich ja jeden Tag von 6-21 Uhr mit den Mädchen hier zusammen im Hogar bin, drohte mir etwas die Decke auf den Kopf zu fallen. Ausserdem hatte ich mich mehr und mehr über einige Hausaufgaben der Mädchen geärgert, die mir unheimlich umfangreich aber zugleich oftmals wenig sinnvoll erscheinen. So müssen die Mädchen in der zweiten Klasse hier in Mathe zum Beispiel gerade alle Zahlen von 1000-5000 aufschreiben.