Berlin
La Paz
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Endlich wieder Neuigkeiten aus dem schönen Cochabamba

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Hi! :-)

Nachdem es mir wie eine halbe Ewigkeit vorkommt, dass ich den letzten Bericht für euch geschrieben habe, komme ich nun endlich wieder dazu. Ich lag leider von Dienstag bis Samstag total flach. Ich habe mir Amöben im Darm eingefangen und mir gings ziemlich schlecht. Mittlerweile nehme ich einiges an Medikamenten, war bei der Ärztin und muss Mittwoch zur Kontrolle und zum Blutabhnehmen wieder hin, aber mir gehts seit gestern endlich viel besser und ich bin wieder recht fit. Leider muss ich bis Mittwoch noch Sopa Blanca (mittags und abends) essen, da mein Magen wohl noch nichts anderes verträgt. Die Suppe schmeckt an sich total lecker (Suppe mit Hühnchen, Reis, Kartoffeln und etwas Gemüse), aber da ich sie schon gestern und vorgestern jeweils 2 mal gegessen habe, kann ich sie langsam nicht mehr sehen. Ich hoffe, ich stehe das irgendwie bis Mittwoch durch :-D !

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Corpus Cristi, El Dia de la Madre oder: Wie ich zur Mutter und Nonne wurde

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Buenas tardes ihr Lieben:

Heute werde ich euch ein bisschen von dem Feiertag Fronleichnam (Corpus Cristi), Muttertag (El Dia de la Madre), unserem Wochenende und ein paar weiteren Erlebnissen berichten :-).

Zunächst erstmal zu Fronleichnam: Am Donnerstag war ja Fronleichnam und wie ich in meinem letzten Bericht schon angekündigt hatte, hatten die Mädchen zu diesem Anlass schulfrei. Schließlich machten wir uns am Donnerstagmorgen um 9:30 Uhr auf zur Messe. Es ging aber nicht in die Kirche, in die wir sonst gehen, sondern in eine andere, die etwa 20 Gehminuten weit weg liegt und etwas größer ist - dort versammelten sich mehrere kleine Gemeinden zum gemeinsamen Gottesdienst. Ich dachte zunächst, uns würde eine "normale" Messe mit anschließender Prozession erwarten. Als wir allerdings vor der Kirche ankamen, erwartete uns die ganze Straße voller nachgebauter christlicher Gemälde. Die einzelnen Gemeinden (ein paar der Mädchen hatten für unsere Gemeinde auch mitgeholfen) hatten mithilfe verschiedener Materialien (Reis, Salz, Zucker, Blüten, verschiedene Gewürze, bunte Sägespäne, etc.) religiöse Bilder nachgestellt und auf die Straße gelegt. Die Straße mit den Bildern sah wirklich total schön aus - leider hatte mir davon vorher niemand erzählt und somit hatte ich meine Kamera nicht dabei, um die Kunstwerke auf Fotos festzuhalten - ärgerlich :-( ! Nachdem wir alle Kunstwerke bewundert hatten, ging die Messe los. Es war eine sehr lange Messe (etwas über zwei Stunden) und viele Mädchen und auch ich hatten leider keinen Sitzplatz mehr gefunden, sodass wir den gesamten Gottesdienst lang - irgendwann leicht gequält :-D - stehen mussten. Anschließend folgte noch eine Prozession von etwa eineinhalb Stunden durch die brühend heiße Mittagshitze. Mein Rücken schmerzte noch vom langen Stehen im Gottesdienst, ich bekam langsam immer stärkere Kopfschmerzen, mein Nacken und meine Ohren schienen ordentlich zu verbrennen (obwohl ich mich morgens gründlich eingecremt hatte) und als sei das nicht genug, hingen bei der Hitze natürlich auch noch während der ganzen Prozession immer 2-3 Mädchen an mir, denen es offenbar bei der Hitze nichts ausmachte, zu kuscheln :-D. Ich war dann irgendwann auch gut am Ende mit meinen Nerven und sehr froh, als wir uns endlich auf den Heimweg machen konnten, sogar mit einem Eis für Jede - welches wir alle dankend entgegennahmen, da wir natürlich zu allem Überfluß auch langsam sehr hungrig wurden - :-D.

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Über meinen 2. freien Tag, Salteñas und Shoppingtour Nr. 2

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Hallo meine Lieben,

hier kommt endlich mal wieder ein Bericht von mir. Mittlerweile ist schon wieder Mittwoch und ich habe euch noch gar nicht von meinem letzten Wochenende berichtet. Das liegt vor allem daran, dass diese Woche relativ viel zu tun war und ich mich zusätzlich gerade mit Läusen und einer Erkältung herumschlage und das bisschen Zeit, das ich dann mittags manchmal habe, diese Woche dazu genutzt habe, um meine Haare mit dem Läusekamm zu kämmen (dauert länger als man denkt :-D) und mich etwas auszuruhen, damit ich die Erkältung schnell wieder los bin.

Erstmal kurz zu den Läusen: Ich hatte bisher die ganze Zeit gehofft, dass ich irgendwie daran vorbeikomme, leider sollte es aber nicht so sein. Eigentlich auch kein Wunder, da die Mädchen fast alle Läuse haben, vor allem die kleinen. Und da ich mit den Kleineren ja die meiste Zeit verbringe und die auch immer gerne besonders engen Körperkontakt zu mir suchen, kam es nun wie es kommen musste! Am Sonntag hatte ich mir von Aidee den Kopf absuchen lassen - habe ich bisher immer sonntags von den Mädchen machen lassen, einfach nur um sicherzugehen, dass, falls ich Läuse bekomme, diese rechtzeitig entdeckt werden und ich reagieren kann, bevor mein ganzer Kopf vollsitzt - aber vielleicht war es ja auch eine Vorahnung :-D. Jedenfalls fand Aidee diesmal auf meinem Kopf tatsächlich eine Laus und mehrere Nissen. Ich war erstmal leicht geschockt und musste die Nachricht kurz für mich verdauen und überlegen, wie ich nun am besten vorgehe :-D. Als ich Hermana Lucia einweihte, lachte diese sich nur kaputt, gab mir einen Läusekamm und sagte, dass sei hier ganz "normal". Die Mädchen leben hier nun mal alle sehr eng (auch wenn das Gelände sehr schön gross ist) zusammen - die meisten teilen sich zu viert ein Zimmer - da verbreiten sich Läuse natürlich sehr schnell. Ausserdem wird ja auch mit kaltem Wasser und den Händen gewaschen und wenn die Kinder hier Läuse haben, gehen sie trotzdem zur Schule und müssen nicht wie in DE Zuhause bleiben. Also steckt man sich immer wieder schnell an.

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Abschied von Hermana Iza/ Shoppen mit den Patenkindern (Teil 1)

Geschrieben von Alisa Fiech. Veröffentlicht in Bolivienreise 2016

Hi ihr Lieben,

mittlerweile geht die Woche schon wieder dem Ende zu und ich komme endlich wieder dazu, einen Bericht für euch zu verfassen. Im Laufe der Woche gab es zwei besondere "Ereignisse", von denen ich euch heute berichten möchte: den Abschied von Hermana Iza und eine Shoppingtour mit den Patenkindern, denen ich Geld von ihren Paten mitbringen konnte.

Zunächst zum Abschied von Hermana Iza:

Am Donnerstag reiste Hermana Iza aus dem Hogar ab, zurück in ihr Heimatland Polen. Sie hatte mir vor einiger Zeit anvertraut, dass sie sich nicht so wohl hier fühlt, dass sie für immer hier in Bolivien bleiben könnte, und darüber nachdenkt, zurück nach Polen zu gehen, da sie ihre Familie und ihre Freunde sehr vermisst. Zusätzlich war auch noch ihr Vater in Polen vor nur wenigen Monaten gestorben, zu dessen Beerdigung sie leider nicht anreisen konnte. Nachdem sie schließlich ihre Gedanken ordnen konnte und ihren Mut zusammen nahm, um mit der "vorsitzenden" Schwester über ihre Gedanken und Gefühle diesbezüglich zu sprechen, sollte alles sehr schnell gehen. Anstatt wie erwartet in ca. 2 Monaten (so hatte sie es mir gesagt), reiste sie schliesslich schon 3 Tage nach dem Gespräch mit der vorsitzenden Schwester ab. Dies lag wohl hauptsächlich daran, dass die Flugpreise später zu teuer gewesen wären.